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Schwachstellen

9 November 2009 3,411 mal angesehen 1 Kommentar
schwachstellen
„Ich habe keine Schwachstellen! Ich hatte vor drei Jahren meine Schwachstellen. Mein Ziel war es schon immer einen ausgeglichenen Körper zu kreieren, bei dem alles zusammenpasst, alles perfekt ist. Das bedeutet, dass wenn ich einen Muskel zum Wachsen bringe, gleich alle gleichmäßig zum Wachsen bringen muss. Ich würde niemals nur einen Muskel vergrößern oder verkleinern wollen, alles muss reibungslos ineinander fließen, es muss zusammpassen…“
Arnold Schwarzenegger, im Kult-Film Pumping Iron.

Jeder hat oder hatte seine Schwachstellen! Selbst Arnold hatte sie. Er dachte, dass seine Arme nur aus den Bizepsen bestehen. Zwar hat ihm das übermäßige Bizepstraining große Pluspunkte in der Doppelbizepspose beschert, doch musste er schlagartig nach dem ersten Wettkampf einsehen, dass die Vollkommenheit des Körpers gefragt ist. Es geht darum, den perfekten Körper zu haben. So musste er im Laufe seiner Karriere vor allem seine Trizepse, Beine und Waden hart drannehmen, um Wachstum anzuregen. So hat er es schlussendlich geschafft den, seiner Meinung nach, „perfekten Körper“ zu erschaffen.

So viel zur Geschichte von den Schwachstellen eines der bekanntesten Gestalten in der Bodybuilding Welt, Arnold Schwarzenegger. Er hat seine Schwachstellen erkannt und alles dafür getan, um sie zu beseitigen. Wer von uns träumt nicht vom perfekten Körper? Nicht zuletzt ist dies der Grund, weswegen wir Tag ein, Tag aus auf unsere Ernährung achten, im Fitnessstudio schweißgebadet jede Wiederholung, für Wiederholung durchstehen und viel Geld für Supplements ausgeben, in der Hoffnung, dass sie uns irgendwie weiterbringen können. Doch wer hat ihn wirklich? Kaum einer… also was machen wir jetzt? Entweder wir geben auf und beschweren uns über unsere schlechte Genetik, oder fangen einfach an, etwas dagegen zu tun! Klar, es wird niemals so viele „perfekte Körper“ auf der Welt geben, aber das heißt noch lange nicht, dass man nicht versuchen sollte, so nah wie möglich an sein Ziel heranzukommen. Jeder von uns kann immer besser werden. Also sollte man bereit sein, weiterhin an seinem Körper zu arbeiten.

In diesem Artikel geht es um die gängigen Trainings-Fehler, die muskuläre Dysbalancen hervorrufen und wie man sie beseitigen kann. Wenn ihr euer Ego vergisst und ganz objektiv diesen Artikel durchlest, bin ich sicher, dass ihr den ein oder anderen Tipp in euer Training einbauen könnt. Vergisst nicht, als Bodybuilder ist man nichts anderes als eine Art Bildhauer. Man versucht seinen Körper nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Der Meisel den ihr in der Hand nimmt, ist das Training.

Hintere Schultern

Viele haben gute mittlere Schultern und ausgeprägte vordere Schultern. Woran es den meisten fehlt sind hintere Schultern. Die gängigen Schulterübungen wie Military Press und aufrechtes Seitheben sind zwar gut für die vorderen und mittleren Muskelköpfe, tun aber sehr wenig, bzw. gar nichts für die hinteren Schulterköpfe.

Lösung:
Um die hinteren Schultern aufzubauen muss man die nötige Disziplin aufbringen, sich beim Schultertraining erstmal den hinteren Muskelköpfen zu widmen, um dann erst die typischen Schulterübungen auszuführen. Ihr müsst versuchen, einen guten Pump in die hinteren Schultern zu kriegen, man muss richtig ein Gefühl für sie entwickeln. Vorgebeugtes Seitheben am Cable Cross sind eine sehr gute Übung für die hinteren Schultern. Vorgebeugtes Seitheben mit Kurzhanteln, Butterfly reverse und Hantelziehen mit Kurzhanteln sind auch gute Übungen für die hinteren Schultern.

Keine obere Brust

Die wenigsten haben eine gut ausgeprägte obere Brust. Das kommt von der “Flach-Bankdrück-Besessenheit”. Sobald andere Leute erfahren, dass man ins Fitnessstudio geht, kommt meistens gleich die Frage “Was drückst du?” auf. Da nun mal viele Leute die allgemeine Kraft anhand der Gewichte festmachen, die man beim Bankdrücken bewegt, widmen die meisten Trainierenden, im Rahmen des Brusttrainings dem Flachbankdrücken, viel zu viel Zeit. Dies führt zu einem unsymmetrischen Aussehen. Die untere Brust ist im Vergleich zur oberen viel stärker ausgeprägt. Wenn man alt wird, verliert die untere Brust ihren Muskeltonus, sodass man den abstoßenden Look von hängenden Brüsten kriegt. Wir kümmern uns aber nicht um die Zukunft, es geht um die Gegenwart. Keine obere Brust zu haben ist ein großer Minuspunkt, basta.

Lösung:
Die Lösung ist ganz einfach: Ab sofort trainierst du deine Brust nur noch schräg! Es gibt immer noch eine Menge Übungen, die man tun kann: Schrägbankdrücken mit den Kurzhanteln, Schrägbankdrücken mit der Langhantel, Schrägbankdrücken an den verschiedenen Maschinen, die dein Studio zu bieten hat, Schrägbank-Fliegende und vorgebeugte Cable Crossovers. Um noch mehr Variation reinzubringen, kann man mit dem Grad der Schräge rumspielen. Alles von 10-45° Schräge geht in Ordnung. Keine Angst, deine untere Brust wird nicht eingehen, sie bekommt immer noch genug Arbeit um nicht komplett zu verschwinden. Wenn du das nächste mal Muskelkater hast, kannst du mit deinen Fingern gegen deine untere Brust drücken, der Muskelkater wird auch noch dort vorhanden sein. Du wirst eine vollkommene Brust aufbauen, mit einer großen oberen Brust, welche sehr beeindruckend, in und ohne Klamotten aussieht. Sobald du eine gute obere, mittlere und untere Brust aufgebaut hast, hast du das Meisterwerk vollbracht.

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    1 Kommentar »

    • Euro Gewinnen schrieb:

      Krass! Hatte ich garnicht gedacht…

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